Mario Arend | Achtsamkeit und Wertschätzung sind kein Trend – sie sind eine bewusst gewählte Lebenseinstellung

Achtsamkeit und Wertschätzung sind kein Trend – sie sind eine bewusst gewählte Lebenseinstellung

Posted by  on 
9. Mai 2014

Bei meinem Aufenthalt in Zürich hatte ich mir vorgenommen meine Umgebung und Mitmenschen besonders aufmerksam wahrzunehmen und sehr achtsam mit ihnen umzugehen.

Erstaunt hat es mich, dass ich bereits einen verwunderten Blick erntete, als ich einem jungen Mädel die Tür zu einem Kaufhaus in der Bahnhofstraße aufhielt. Wahrscheinlich hatte sie damit nicht gerechnet weil sie es eventuell von Jugendlichen ihrer Altersgruppe nicht gewohnt ist. Meine Vermutung stammt daher, weil ich unter Teenagern vor gar nicht allzu langer Zeit eine Diskussion mitbekommen habe, bei der die eine zum anderen sagte: „Mensch was machst Du denn da? Türen aufhalten ist ja wohl old school – also nicht mehr in – lass´ das!.“

Dieses Statement finde ich sehr schade, denn meiner Meinung nach können Nächstenliebe und Achtsamkeit gar nicht aus der Mode kommen, sondern sind innere Einstellungen zum Leben, die ich bewusst gewählt habe. Sie geben mir auch sehr viel zurück. In meinem Fall drehte sich das Mädchen, als sie im Kaufhaus war noch einmal um und zwinkerte mir zu, nach dem Motto: „Okay, eben war ich überrascht, aber eigentlich war Deine Geste ja doch ganz cool und hat mir gefallen.“

Meine Beobachtungen gingen aber noch weiter. Als ich in der Tram (Züricher Straßenbahn) aufstand, als eine alte Dame die Bahn betrat und sie fragte, ob sie sich auf meinen Platz setzen wolle, verneinte diese aber lächelte mich an und sagte in angenehmem Schweizerdeutsch Dialekt: „Nein danke, ich steige an der nächsten Haltestelle bereits wieder aus, aber das ist sehr nett von ihnen. Ihre Hilfe passiert nicht alltäglich.“

„So habe ich es von meinen Eltern gelernt“, dachte ich nur, aber meine Frau ist auch aller meistens die Einzige, die diese Hilfe älteren Menschen im Wartezimmer anbietet, wenn kein anderer Sitzplatz mehr frei ist.

Meine Beobachtungen gingen immer so weiter, zum Beispiel als ich einer Frau den Soßenlöffel in einem vegetarischen Buffet-Restaurant in die Hand gab, als ich fertig war. Sie lachte mich an und sagte: „Danke, das ist nett von Ihnen.“

Ich werde mit meinem Verhalten alleine deswegen so weiter machen, weil ich wie bereits gesagt sehr viel von den Menschen, denen ich achtsam mit Nächstenliebe begegne, zurückbekomme. Sei es ein „Danke“ oder aber ein Lächeln, das für mich mit das Schönste ist, was ein (fremder) Mensch einem anderen schenken kann. Ich fühle mich danach sehr gut, als hätten mir diese Menschen unheimlich viel geschenkt: Ihre Dankbarkeit.

Zusammengefasst möchte ich betonen, dass Achtsamkeit und Wertschätzung für mich keine Trends sind, sondern viel mehr eine Rückbesinnung auf eine ruhigere Zeit, in der Werte eventuell fester verankert waren und in der Bevölkerung einen höheren Stellenwert hatten.

Also: „Back to the roots“ – auf geht´s, zurück zu den Wurzeln und mit Achtsamkeit und Wertschätzung für unsere Mitmenschen in ein neues gemeinsames Zeitalter voller Nächstenliebe!

About

Mario Arend
Mario Arend ist Vortragsredner, Coach und Autor der Bücher "erfrischend anders - authentischer Vertrieb & nachhaltiges Marketing" und "persönlichKEITEN"

Er ist Fachwirt für Finanzberatung - IHK und berät seit Jahren erfolgreich die führenden deutschen Versicherungsunternehmen im Bereich Verkauf von Finanzdienstleistungen. Außerdem ist er Preisträger „Erfolg durch Innovation im Mittelstand“. Seit 19 Jahren ist Mario Arend erfolgreich im Versicherungsvertrieb tätig und vermittelt daher nur sein praxisorientiertes Wissen.

Leave a Comment

Your feedback is valuable for us. Your email will not be published.